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Wie in alten Zeiten
von Frank Klein (Vorsitzender der Dorfgemeinschaft) & Dennis Wiesner (Festausschuss)
Badorf-Eckdorf. Die Kirche war voll
besetzt. Gewohnt souverän führten der Diakon und der Pfarrer
durch die humorvolle Prinzenmesse im so genannten „Dom vum
Vüürjebirsch“. Das Kinderdreigestirn aus der
Schlossstadt Brühl, sowie Tollitäten aus den umliegenden
Dörfern und Gemeinden feierten gemeinsam mit dem Badorf-Eckdorfer
Prinzenpaar die heilige Messe. Karnevalistische Klänge des Chores
„De Orjelspiefe“, sowie der kirchliche Segen, schickten die
Jecken in eine friedvolle Straßenkarnevalssession.
Nach dem anschließenden Festzug
verbrachten circa 600 Freunde des Badorf-Eckdorfer Karnevals ihre Zeit
bei einem ausgelassenen, stimmungsvollen Frühschoppen im
traditionellen Festzelt auf dem Kirmesplatz. Standesgemäß
endete der rheinische Frühschoppen in einem zünftigen
Dämmerschoppen. Neben Vertretern aller 12 ortsansässigen
Karnevalsvereinen und unzähliger Ortsvereinen, begrüßte
der Sitzungspräsident zahlreiche Gäste aus Nah und
Fern. Die Darbietungen der Tanzgruppen und anwesenden Tollitäten
begeisterten besonders unsere kleinen Mitbürger, die
unbekümmert klatschend, tanzend und singend durch das Festzelt
liefen.
Eine besonders große Freude bereitete
dem johlenden Volk die Vorstellung der zukünftigen Prinzessin
Judith I. für die Session 2008. Dies bedeutet für das
kommende Jahr 30 Jahre Tollitäten im Badorf-Eckdorfer Karneval.
Die zarten 16 Jahre der jungen Prinzessin, ihr schon gezeigtes
Temperament, lassen keine Zweifel an der karnevalistischen Zukunft in
unserem Doppelort.
An Weiberfastnacht zeigten uns um
frühen Nachmittag unsere Senioren, wie sie seit jeher den Karneval
lebten. Zu kölschen Ohrwürmern, Kaffe, Kuchen, sowie dem ein
oder anderen Kölsch mit Korn, wurde wie in jedem Jahr im Festzelt
die Bohnenkönigin gekürt.
Betrat man nachmittags das Zelt, so hatte
man den Eindruck vom „Treffen der Generationen“ – Ein
vergnügtes Miteinander von Jung und Alt (Familien,
Großeltern, Tanten, und Onkeln), zeugten von einem intakten
Dorfleben.
Im Verlauf des Abends füllte sich dann
das Festzelt erneut mit tanzhungrigen und durstigen Besuchern, welche
hier den Karneval feierten wie in alten Zeiten.
Samstags zogen bei einmaligem Wetter - beim
großen Festumzug durch unsren wunderschönen Doppelort
weit über 650 Personen, organisiert in 26 Fußgruppen, 5
Musikkapellen und 5 Prunkwagen in ihren liebevoll gestalteten
Kostümen, Freude verbreitend, durch die Strassen. Im Gegensatz zum
teils verbreitetem uniformierten, kommerziellen Karnevals fand man ein
Bild des ungezwungenen Jeckentreibens.
Auf fast 6 Kilometern Zugweg freuten sich mehrere 1000 Besucher über Kamelle, Strüssjer und Bützje.
Nach strapaziösen drei Stunden kehrten
die meisten Teilnehmer wieder ins Festzelt ein, um sich kurz zu
regenerieren und zu neuer Höchstform aufzulaufen.
Zum Gelingen des närrischen Treibens
in Badorf hat wohl maßgeblich der kirchliche Segen, sowie das
„Organisatorisches Können“ des Festzeltbetreibers
(Holger Kaus) beigetragen. So konnten die Karnevalsfreunde und die
Veranstalter auf eine gelungende Session zurück blicken.
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